Freiheitsentzug, Zwangsheirat, Ehrenmord

Alles neigt sich dem Guten

Schon immer weg

Mir fällt gerade ein, dass ich irgendwie schon immer den Drang hatte, mich von meiner Familie zu entfernen.

Ich wollte immer weg!

Auf unseren Familienfotos hab ich immer weggeschaut. Ich bin immer abgehauen, wenn wir auf Familienausflügen waren. Ich hatte schon immer den Drang nicht bei den anderen zu sein.

Immer wenn ich Ärger bekommen hatte, oder mich mal wieder irgendjemand mies behandelt hab, dann hab ich mich einfach in eine Traumwelt geflüchtet – weit weg von der Realität.
Ich hatte immer den Traum eines Tages weit weg von “diesen Leuten” zu sein. Weit weg von meiner Mutter, von diesen beschissenen Leuten aus der Religionsgemeinschaft (wohl eher Sekte), weit weg von der verlogenen Familie, die nie was für einen übrig hatte…
Wenn ich damals gewusst hätte, wie schwer dieser Weg werden würde, hätte ich es mir womöglich zwei Mal überlegen, mich zwar dennoch dafür entschieden, trotzdem eine zweimalige Überlegung in Erwägung gezogen :).

Mittlerweile bin ich hier ansässig geworden und auch jetzt drängt es mich einfach weg!
Am liebsten würd ich meine sieben Sachen packen und einfach weggehen! Ich weiß nicht wohin, aber Hauptsache einfach weg – das liegt mir im Blut :)

“Ich liebe Dich”

Gestern, da war ein Freund von mir bei mir. Wir haben uns einen Anime angeschaut. Ich kenne ihn erst seit einem guten Monat, aber wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden.

Er ist absolut nicht mein Typ, aber die Tatsache, dass wir uns super verstehen, war der Grund, warum ich trotzdem mit ihm abhing… Ich dachte die ganze Zeit an Freundschaft, und wie cool es ist, wenn ich endlich einen guten Kumpel habe (vor Ort), mit dem man einfach alles machen kann: Reisen, Pferde stehlen, Parties etc.pp. Einfach alles. Und es sah ja auch so aus, bis wir vor guten 2 Wochen intim wurden…
Ich muss sagen… es war zwar schön an sich, aber danach hab ich mich irgendwie total schlecht gefühlt. So als würde ich ihn ausnutzen.

Gestern war er also wieder bei mir und fast wärs wieder zu weit gegangen und hab dann einfach ein Cut gemacht.
Wir haben über diese peinliche Situation fast 3 Stunden geredet… Was mir sehr unangenehm war. Ich hab ihm gesagt, dass ich darüber gar nicht reden will, aber ihm war es wichtig, deswegen hatte ich mich darauf eingelassen.

Am Ende hat er mir gestanden, dass er mich liebt.
Und ich dachte an gar nichts. Ich kanns gar nicht glauben! Immer noch nicht.
Ich bin so ein schwieriger Mensch… Und jeder, der es bisher so nah schaffte, ist dann am Ende doch wieder weggegangen… Warum sollte es jetzt besser laufen?
Ich weiß, ich soll net jeden mit jedem vergleichen, das ist bescheuert… aber mir fallen 1000 Dinge ein, die ich an ihm nicht mag (äußerliche). Und alles was er mir sagt, was er an mir mag, mag ich selbst nicht an mir.

Wenn ich jetzt an ihn denke, spüre ich nichts. Aber fühle mich, als hätt ich was verbrochen und gleich käme meine Mama um die Ecke und schlägt mir die Hucke voll… Ja.. genauso fühl ich mich grad.

Verglichen mit allen anderen, die “Ich liebe dich” zu mir gesagt haben, ist er allerdings der Netteste! Er ist voll lieb. Seinen Humor verstehe ich manchmal nicht, aber seine Art ist schon sehr einzigartig!!
Als wir uns das erste Mal gedatet haben, da dachte ich auch “Oh Gott, der passt gar nicht zu mir” (von Äußerlichkeiten gesehen).

Ja, nun ists doch raus und die Atmosphäre war mehr als unangenehm, hässlich.

Wir werden uns morgen nochmal sehen, da will er sich dann entscheiden, ob das mit der Freundschaft überhaupt noch funktionieren kann. Und ich denke mir, ich würde eigentlich lieber den Kontakt abbrechen… :’( Ich will ihn nicht noch mehr verletzen, das ist so ein netter Kerl!

Seit ich von meinem Ex getrennt bin, was auch schon mehrere Jahre zurükliegt, waren schon einige Männer da, die mich (angeblich) geliebt haben… Ich muss auch sagen, diese Situation überfordert mich unglaublich.
Ich will geliebt werden, aber auch beschützt. Ich weiß nicht ob er mir das geben kann.
Ich will gern einen Mann, der mich umarmt, wenn ich ihn brauche, wenn ich wieder am Boden bin, dass er mich stärken kann (das kann ich zwar auch alles alleine, aber einen wie meinen Ex brauch ich nun wirklich nicht noch einmal).

Jetzt muss ich mal bis morgen Abend abwarten und schauen, was noch kommt…

Bild aus Kunstausstellung

Mein Bild aus meiner Kunstausstellung wurde online gestellt.

Hier könnt ihr es bewundern:

Befreie dich aus deinen Ketten!

https://onlineberatung.zwangsheirat.de/index.php?option=com_content&view=article&id=71:kurzgeschichten-gedichte-bilder&catid=14:pinnwand-rubriken

Unehrenhaftigkeit

Mir ist vorhin ein Ereignis eingefallen, nachdem ich mit einigen Kommilitonen über “was ist unehrenhaft” diskutiert habe.
Eine Komilitonen (Herkunft Türkei) sagte mir aus Spaß, dass sie nichts mit Menschen zu tun haben will, die sich nicht ehrenhaft verhalten. Dennoch, ich denke, ein bisschen Wahrheit steckt doch in vielen Dingen.

Unehrenhaft…., welch ein hässliches Wort in einem Zusammenhang, der eigentlich nichts mit unehrenhaft zu tun hat.

Als ich ca 15 Jahre alt war, haben wir zu Hause einen Rechner bekommen. Wir mussten ihn uns alle teilen und er stand im Zimmer unserer ältesten Schwester.
Anfangs haben ihn hauptsächlich nur die Älteren zwei benutzt. Später dann auch ich.
Einmal saßen wir alle zusammen im Zimmer. Meine kleine Schwester und ich haben uns beschäftigt und die beiden Großen waren am PC, bis die Älteste ein Buch in die Hand nahm und S. sich an den PC setzte.
Sie hat die ganze Zeit gekichert und sich ständig zu A. gedreht. Ich kam rein und sah, dass sie chattete und sofort wollte ich das auch. Was S. mir aber verbot. Ich ließ nicht locker und einige Minuten später, durfte ich dann doch.
Es hat toal viel Spaß gemacht und ich habe etliche Handynummern erhalten.

Najim hieß er. Wir haben sehr oft telefoniert. Ich hab das Telefon vom Geschäft meines Vaters genommen und hab mich damit in die Moschee gesetzt und von dort aus immer Najim angerufen.
Worüber wir redeten? Über Schule, über unser tägliches Leben, weiter nichts.
Ich bin mir nicht mehr sicher, wie lange das ging, aber irgendwann flogen die Telefonate auf. (Ich für meinen Teil war schon der Meinung, dass ich nichts Falsches gemacht hatte)

Es ging soweit, dass die gesamte Familie in mein kleines Zimmer herberufen worden ist.
Wir saßen alle auf meinem Bett, ich in der Mitte. Mein Vater saß auf meinem Drehstuhl vor uns.
Was würde ich mich dabei denken, einen Jungen anzurufen?, hat er ständig gefragt.
Er hat geschrieen, sein Kopf war ganz rot vor Wut.
Ich sei ein dreckiges, unehrenhaftes Mädchen.
- Ja da haben wir es wieder: Unehrenhaft!
Am Ende hat er eine Tasche ausgepackt und angefangen meine Sachen darin einzupacken. Dabei hat er immer wieder gesagt, dass er keine unehrenhafte Töchter haben will.
Währenddessen hat meine Mutter natürlich nur gejammert und auch meine Schwestern waren auch nicht gerade begeistert.
Am Ende hab ich nur noch geweint und mich für etwas entschuldigt, was in meinen Augen nicht falsch war.

Unehrenhaft. Was ist das eigentlich? Wer setzt die Regeln dafür fest?
Ich habe meinen Kommilitonen jetzt einen “unehrenhaften” Teil meines Lebens erzählt und sie waren total schockiert… Aber ich frage mich, warum? Ich tue weder jemanden damit weh, noch betrüge ich jemanden.
Die Unehrenhaftigkeit hat hier nichts verloren.

Ein schöner Traum

Vorgestern hatte ich einen wirklich wunderschönen Traum.
Da soll mal einer sagen, er fände meine Lebensgeschichte bemitleidenswert, tse ;).
Nein, ist sie nicht!
Ich muss schon sagen, dass ich mich sehr ungern als Opfer sehe! Ich musste zwar viel durchmachen, aber im Endeffekt, hat alles, was mir wiederfahren ist, einen sehr guten Wendepunkt genommen!
Alles was passiert ist, musste vielleicht passieren, weil sonst wäre ich heute nicht hier wo ich bin.
Ich seh das alles sehr positiv und auch wenn viele nicht verstehen wie ich, trotz alle dem, was meine Eltern und meine Geschwister mit mir gemacht haben, auf eine Art und Weise eben doch liebe. Viele sind erstmal verwundert, wie das überhaupt sein kann? Aber ist es ncht auch von Vorteil, dass ich sagen kann, dass es “ok” ist/war?
Das alles was passiert ist, in deren “Natur” liegt?
Warum muss ich mich mein Leben lang damit quälen? – Für meine Familie ist das Leben weitergegangen, aber ich musste mich tagtäglich mit den Alpträumen herumärgern. Knapp 7 Jahre meines Lebens hatte ich plötzlich Probleme mit dem Einschlafen. Aber sie haben in dieser Zeit weitergelebt. Meine Schwestern haben geheiratet: ihre eigenen Familien bekommen, meine Mutter ist gestorben, mein Vater hat seine zweite Frau nach DE geholt, samt Kinder. Bei jedem schien das Leben weiterzugehen, außer bei mir. Ich trat auf der Stelle und kam absolut nicht weiter.
Ist es da nicht auch “bewundernswert” wenn ich eben mit freiem Herzen sagen kann, es ist gut so wie es war?
- Ja wir sehen alle, dass sie Fehler gemacht haben, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Ich kann ihnen die Tat auch nicht verzeihen und will es auch nicht. Ich hebe sie weder in den Stand des Verzeihens, aber dennoch habe ich nichts vergessen! Trotzdem kommt auch mal für mich die Zeit, wo ich loslassen muss. Wo ich mich den Begebenheiten anpassen muss. Für meinen inneren Frieden lass ich los.

Meine Mutter ist jetzt schon seit 2009 gestorben. Ich hab sie, seit ich von der Familie weg bin, nie mehr wieder gesehen! Und das schmerzt mich in der Tat immer noch.
Meine Mutter war schon eine seltsame Frau… trotzdem hatte sie auch Anmut… sie ist meine Mutter… Im gelebtem Leben mit ihr, hab ich sie verachtet, aber jetzt ist sie fast schon wie eine best Friend…
Ich rede mit ihr! Ich nehme sie gedanklich überall mit hin! Wenn ich in den Urlaub fahre, ist sie dabei. In jeder Kiche die ich betrete zünde ich eine Kerze für sie. Wenn zu Hause was umfällt, “schrei” ich sie an, sie soll mich nicht erschrecken :).
Sie ist irgendwie allgegenwärtig, aber im positiven Sinne.

Vorgestern also hatte ich einen super tollen Traum!
Sie hat mich umarmt! Mein Gesicht festgehalten, meine Stirn an ihre gedrückt und mich dann umarmt und mir gesagt, dass sie mich liebt.
Auf diese Worte hätte und habe ich zu ihren Lebzeiten nieeee bekommen. Zu ihren Lebzeiten hat sie mich wohl so sehr gehasst, dass sie mich nicht mal umarmen konnte. Oder geschweige denn, mein Gesicht an ihr’s halten konnte. Dinge, die sie niee gemacht hat und ich sie aber immer von ihr verlangen wollte. Alà bist du meine Mutter, musst du auch dies und das und jenes machen.

Ein wirklich schööööööööööööööööner Traum.
Und gestern dachte ich nach über 10!!!! Jahren das erste Mal darüber nach, ob ich an meine “Wall of Fame” (eine Wand voller Bilder in meiner Wohnung) mein Bild meiner Mutter hängen soll, ohne dass mir gleich wieder übel geworden ist.

Ich finde DAS ist ein Fortschritt meiner gewonnen Freiheit!
Damit kann ich wirklich sehr gut leben :)

Einladung zu einer professionellen Diskussionsrunde

Vor einigen Tagen habe ich eine Einladung erhalten, um an einer Diskussionsrunde teilzunehmen.
Ich bin total aufgeregt deswegen.

Ich hab zwar Prüfungszeit, aber diese Zeit nehme ich mir dann doch heraus. Und ich freu mich wirklich sehr.
Ich schreib euch, wie es war und worüber wir diskutiert haben :)

Streit ist was für Looser!

Es hat sich folgendermaßen ergeben:

In dem “Streit” mit meinen Komilitonen geht es wohl eher nicht mehr darum, was ich alles gesagt habe, sondern mehr, wie ich reagiert habe. Und wie sie jetzt darüber reagieren.
Einer (A.) von ihnen, sagte mir gerade (die anderen beiden AL. und J. waren nicht da), dass da er noch gestern normal mit mir gesprochen hat, von AL einen auf den Deckel bekam, er solle zu AL und J’s Reaktion halten und dann nämlich nicht mit mir reden.

Ich habe vergessen (oder eher verdrängt?), dass das typisch “Schule” ist.
All dieser Gruppenzwang und Menschen ohne eine echte Meinung. Auch wenn A. oft keinen gefestigten Eindruck macht, bin ich schon enttäuscht, als er mir das gesagt hat. Enttäuscht ist vielleicht der falsche Ausdruck… Es ist mehr ein “Ich-fass-es-nicht”. Und auch ist das “Ich-fass-es-nicht”-Gefühl bei AL aufgetaucht.
Es ist schon traurig, dass ich dachte, sie sind meine Freunde und jetzt muss ich feststellen, dass es doch nicht so ist? Dabei habe ich ungewöhnlich lange die drei “unter die Lupe” genommen.
(Ich war so wütend und habe ihnen vorhin gesagt, sie sind keine Freunde, sondern Komilitonen – natürlich war das scheiße und es stimmt nicht! Ich war so sauer… :(. Und dann hab ich gesagt, wenn sie nicht als meine Freunde betrachten würde, hätte ich mit Sicherheit nie so viel über mich erzählt! – Natürlich! Ich erzähle doch net jedem Fremden Hans&Kunz so viel über Persönliches! Nicht mal Hallo-Tschüss-Freunde oder Bekannte, kennen meinen richtigen Namen…)

Ich dachte A, AL und J sind FREUNDE, aber muss ich jetzt feststellen, dass es natürlich nicht so sein kann.
Freunde kann man doch nicht einfach ausschließen. Und auch wenn die Reaktion für alle nicht so war, wie wir es erwartet haben und dachten wie sie wohl ausfallen würde, ist doch jetzt alles “anders” im Sinne von “peinlich, schlechtes Gefühl”.
Ich bin enttäuscht über mich selbst, dass ich das geglaubt habe.
Nachdem ich ihnen so viel schon von mir erzählt habe und sie meinen Standpunkt nicht verstehen, kann ich wohl kaum von Freundschaft reden?

Ich weiß nicht was ich davon halten soll.

Ich muss schon eingestehen: ich dachte, ich werde nie wieder in dieser “Schul”-Situation katapultiert werden.. aber genau das ist jetzt passiert.
Ich finde diese Entwicklung sehr traurig und auch, dass sie jetzt das Falsche denken. Irgendwie tut es mir leid, dass ich diese “Diskussion” losgetreten habe, und genau diese Einwendung eingetreten ist. Weil, DAS war nicht meine Absicht.
Wohl wahr, hab ich auch Wörter benutzt, die ich hätte nicht benutzen sollen, aber genauso gilt das auch für die Anderen, was sie nicht einsehen. Und zuletzt nicht dazu stehen, dass sie mich doch ausschließen wollten (wo wir wieder beim Gruppenzwang wären).

Ich finde nicht, dass ich das einzige Kameradenschwein in dieser Story bin. Sowohl ich, als auch die anderen drei, spielen hier das Kamaradenschwein: Ich ihnen gegenüber (weil ich ein Tag später realisiert habe, was sie an mir zu kritisieren hatten und es dann auch noch indirekt nur A. gesagt habe) und sie alle drei gegen mich.
DAS ist wirklich KEINE Freundschaft!!!
Das ist nicht was ich unter Freundschaft verstehe.

Echt wirklich traurig.

Mit dieser Art von “schlechter Kritik” fällt es mir in der Tat schwer. Aber immerhin denke ich darüber nach und Früher oder Später kommt auch eine Veränderung.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass es jetzt immer so ein Theather geben wird, sollte ich dann besser keine Freundschaften mehr pflegen? Ich fühl mich gerade ratlos und entsetzter über diese Situation.

(Jetzt wo es geschrieben ist, kommt es mir noch dämlicher vor! Als hätte ich zurzeit keine anderen Sorgen. Aber ich denke, vielleicht ist es auch gut für mich, wenn ich diese Situation aus der geschriebenen Perspektive sehe: Für die Zukunft kann ich ja was draus lernen: ein halbes Jahr reicht eben doch nicht…)

Eine traurige Raya…

Mut-mach-Tag: Alles wird gut!

Ja, heute ist definitiv solch ein Tag, wo ich mir selbst wieder Hoffnung machen muss.

Und einen riesen Dank an eine Freundin, die es gestern schon getan hat:

(..)zieh dich nicht runter. Sei stolz auf das was du bisher geschafft hast. Selbst wenn du nicht bestehen solltest – du hättest eigentlich als pakistanische Frau irgendwo versauern sollen oder sogar sterben müssen.

Stattdessen hast du dir aus dem Nichts eine eigene Existenz aufgebaut, hast so viele der Ängste überwunden, hast eine Ausbildung gemacht, hast so manch Vorgesetzem die Stirn geboten und ihnen gezeigt wo der Frosch die Locken hat und dann hat man dich auch noch zum Studium zugelassen. Was willst du denn noch?

Du hast so sehr gekämpft und immer nur gewonnen. Jetzt musst du nur noch gegen dich selbst gewinnen Take it easy, lerne in deinem Tempo und selbst wenn das nix wird mit dem Studium, dann hast du es zumindest probiert und du musst dir nicht mit 90 sagen:” Ach, hätt ich doch nur.”

Ich weiß, schlechte Tage gehören zum Leben dazu. Kommen die schlechten, lerne ich die guten Tage zu schätzen!
Dieses Prozedere kenne ich ja bereits.

Also weiterhin Mut-Mach-Sprüche aufsagen, am Ende wird alles gut.

Nicht mein Tag…

Also heute ist absolut nicht mein Tag.

Das Studium entwickelt sich zum “No-Fun-Studium”. Meine Gruppe gibt mir erst das Gefühl, als ob ich total der Looser sei, weil ich
- nicht pünktlich zur Vorlesung erscheine
- Vorlesungen verpasse
- falsche Prioritäten setzen würde
-

Mhm… ich bin jetzt 29 Jahre. Ich kenne mein Ziel. Mein Studium ist kein Wetteifern mit den ANDEREN Studenten.
Frage ich mich, warum ich das Studium mache, dann fällt mir zuerst meine Mutter ein, die immer meinte, ich könnte nichts schaffen. Mein Studium ist der Beweis, dass ich es doch kann!

Frage ich mich weiter: Warum ein Studium, wenn ich doch schon alles hatte?
Antwortet mein Ich: Um mehr Erkenntnis zu erlangen, über die Welt, über die Materie.

Frage ich mich immer noch weiter: Warum ein Studium?
Dann weiß ich, dass ich es für mich mache und sonst für niemanden! Auch wenn ich das Geld im Nacken habe, das ich am Ende verdienen werde, ist es dennoch nicht warum ich studiere.

Meine Gruppe denkt jetzt, dass ich das Studium auch mit Ach und Krach durch haben will, egal mit welcher Note.
Natürlich sagte ich, sind Noten auch schöner: Besser als mit ner 4 durchzukommen, ist natürlich es mit einer 2 geschafft zu haben.
Aber ist es wirklich das Wichtigste?!
Was ist, wenn ich hier ganz gut bin, wenn ich alles auswendig lerne, für 3 Jahre, danach aber nichts kann??
DAS macht für mich keinen Sinn.

Kommen wir zu meinen Prioritäten:
Meine Priorität im Leben wird immer mein Leben sein! Nicht umsonst habe ich so viel dafür gekämpft. Kann ich denn das Leben einfach beiseite legen und anderes auf Prio 1 stellen? (Ja… das ist in der tat befremdlich für mich…)

Eine aus meiner Gruppe, hat heute auch tatäsnlich Wörter meiner Mutter benutzt… Sie meinte, sie glaube nicht, dass ich es schaffe, wenn ich mein Studium so organisiere, wie ich es organisiere…
Ui …. harte Worte… Jetzt denke ich… ich schreibe in allen Fächern eine gute Note und beweise ihr, dass es geht.

Meine Lerngruppe denkt allerdings total falsch, nämlich zB dass ich durch den Tod meiner Freundin vor einigen Wochen, nicht mehr “aufstehe” und es mir alles “scheiß egal” sei…
Und ich dachte nur… hallo? Nur weil ich ein paar Vorlesungen nicht wahrgenommen habe, heißt das noch lange nichts.

Jetzt herrscht hier ‘ne dicke Luft…
Ich bin 29 und kein Kind mehr. Ich denke, ich weiß genau was ich vom Leben will… mal wird sich die Prio ändern, mal nicht.
Mein Studium ist und hat Prio! Daran wird nicht mal meine Lerngruppe was ändern und zur Not weiß ich allerdings auch was ich tun muss…

Nachtrag:
Gestern Abend habe ich meiner Gruppe noch eine Erklärung geschrieben, wieso ich so denke wie ich denke (aber jetzt im Nachhinein denke ich, ich bin niemandem ne Rechenschaft schuldig)
-> Heute: Ich denke, sie haben es nicht verstanden, weil sie beleidigt wirken. Sie ziehen lange Gesichter, bis nach Afrika und haben mir gerade unmissverständlich klar gemacht, dass sie mich in der jetzigen Aufgabe nicht dabei haben wollen. Zumindest hat es eine von ihnen mir so gesagt.

Mhm… was soll ich dazu sagen?? Es hat sich ausstudiert mit ihnen?

Unvorsichtiger

Wenn man lange nichts mehr gehört hat von dem alten Leben, wird man oft unvorsichtig.

Heute hab ich mich total verplappert… Und ich kam aus meiner Geschichte nicht mehr raus.
Übung macht den Meister… aber 8 Monate sind nicht genug Übung für meinen Fall.

Und was hab ich getan, meine wahre Geschichte preisgegeben.
Ich überlege jetzt, ob das der richtige Schritt war?! Dennoch denke ich, dass schon nichts passieren wird! :)

Einen Trumpf habe ich dennoch im Ärmel.
Und ich muss mir wieder sagen, Raya sei bitte vorsichtiger, ich will ja nicht wieder den Teufel herbei rufen. Jetzt geht es mir gut, das sollte ich nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Ich bitte mich selbst um Verzeihung.
Und passe in Zukunft mehr auf.

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